Winterfeier 2009

Zu seiner alljährlichen Winterfeier lud der Gesangverein Konkordia Gochsheim am vergangenen Samstagabend in das Bürgerhaus ein. Erneut wieder wurde ein buntes Programm mit vielen Liedvorträgen und schauspielerischen Darbietungen geboten. Einer der Höhepunkte bildete dabei der extra für diesen Abend zusammengestellte Projektchor. Und so wurden die zahlreichen Zuhörer mehrere Stunden lang auf unterschiedlichste Weise unterhalten. Eine kleine Speisekarte für das leibliche Wohl der Gäste rundete dabei den Abend kulinarisch ab.

Begonnen hatte die Konkordia mit „Schön-Rothraut“ aus Robert Schumanns „Romanzen und Balladen I“ unter der Leitung ihres Dirigenten Martin Schirrmeister. Nach der Begrüßung durch Thomas von Häfen folgten drei weitere Stücke, zunächst vom Frauenchor („Heut lockt der Sonnenschein“), dann vom Männerchor („Die Gedanken sind frei“), bevor beide Chöre zusammen mit „Samba Lelé, Kleiner Chico“ brasilianische Rhythmen von der Bühne schickten. Bei einem solchen Abend dürfen Ehrungen natürlich nicht fehlen. Und so konnte Vizedirigentin Ute Antoni dem langjährigen aktiven Sänger Günter Ebert für 40 Jahre Singen im Chor die Urkunde und die goldene Ehrennadel des Badischen Chorverbands überreichen. Im Anschluss daran erhielten zahlreiche Sängerinnen und Sänger ihre verdienten Sängergläser für regelmäßigen Chorstundenbesuch. Musikalisch weiter ging es sodann mit „Monte Baldo“ und zwei speziell für den Chor nach wahren Begebenheiten umgedichteten Stücken. So kam bei „50-fertig-los“ ein echter Roller auf die Bühne und bei „Die Getränke sind frei“ ein mickriger und verdorrter Maibau, oder zumindest das, was davon noch übrig geblieben war. Bei letzterem Stück erzählten die Sänger nämlich von den Schwierigkeiten und den Missgeschicken bei der diesjährigen Maibaumsuche, was die Zuhörer auch jetzt im Dezember noch sichtlich amüsierte. Nach einer größeren Pause hatte dann der Projektchor seinen großen Auftritt. Alle warteten schon gespannt, was nun folgen würde. Die Spannung erhöhte sich noch mehr, als schließlich die Beleuchtung auf ein Minimum zurückgefahren wurde und Musik ertönte. „We will rock you“, ein Medley aus den Musical Highlights hatte der Projektchor in den Wochen zuvor unter der Leitung von Vizedirigentin Ute Antoni einstudiert. Pankerfrissuren, Lederjacken, Miniröcke, Nietengürtel, Netzstrumpfhosen und Highheels dominierten auf der Bühne. Die Sängerinnen und Sänger, die sich nicht nur aus Gochsheim sondern auch aus Bahnbrücken, Oberderdingen, Sulzfeld und Flehingen für diesen Auftritt zusammengefunden hatten, rockten, dass die Bühnenbretter zu brechen drohten. Solistisch besetzt mit den vier Solisten Stefanie Benato, Christiane Ernst, Corinna Gehringer und Waldemar Speigel rockte der Chor beispielsweise das legendäre „Radio GaGa“, „I want it all“ oder „We will rock you“. Spätestens beim „We are the Champions“ war der Funke übergesprungen, so dass das Publikum folgerichtig eine Zugabe forderte. Dass es manchmal in einem Chor auch gestresste Sängerinnen und Sänger gibt, erzählten einige Vereinsämtcheninnhaber in dem humorvollen Stück „Heit komm i widda gar net hoim“ treffend und unterhaltend zugleich. Beim „Sängerwiegen“ beteiligten sich zahlreiche Gäste am Schätzen und kamen oft nur bis auf wenige Kilogramm dem Gesamtgewicht der fünf Gewogenen relativ nah. Zum Abschluss des Programms schlug die Konkordia noch einen musikalischen Bogen zum bevorstehenden Weihnachtsfest mit den Weihnachtsliedern „Lobt Gott, ihr Christen alle gleich“ und „O Freude über Freude“. Ein gelungener Abend, der ganz sicher viel Vorbereitung von den Aktiven verlangte und dem Publikum einige sehr unterhaltsame Stunden bereitete, endete nach Bekanntgabe der Schätzfragen-Gewinner mit einem gemütlichen Beisammensein.

JUST FOR FUN – Stäffeles Lauf mal anders

Das unerwartet gute Ergebnis beim Staffellauf 2008 motivierte die Mannschaft der Konkordia sehr. Nach dem Motto „Wir können alles, nur nicht laufen“ und
„Nur Spaßbremsen überholen“ hatte man sich mit dem Gedanken an denletzten Platz an den Start begeben. Ein Abschneiden im Mittelfeld war für die Sängerinnenund Sänger einfach Spitzenklasse. Um dieses gute Ergebnis halten zu können und um Ausfälle wegen ungeübten Gelenken zu vermeiden, trainierte der „harte Kern“ der Mannschaft regelmäßig. Selbst die kalten Wintermonate und schlechtes Wetter konnten nicht abschrecken. Auf einem Rundweg von der Turnhalle übers Roth, durch den Wald, vorbei am Sportplatz und zurück zur Turnhalle sah man Friedhelm, Petra, Tommy, Ute und Willi ein bis zweimal die Woche laufen. 
Der Staffellauf Termin 5.9.09 rückte mit schnellen Schritten näher und so plagte sich die Mannschaft selbst bei sengender Sonne die letzten Wochen die Schafroistäffle hoch, welche die größte Herausforderung der 800 Meter langen Wettkampfstrecke darstellen.
Die Mannschaft wurde mit Claudia, Hans und Matthias wettkampfmäßig vervollständigt und so fieberten die Konkordia Läufer in antrainierter Bestform dem großen Event entgegen.
Oftmals kommt es anders als geplant und so machte Petrus und der Terminkalender anderer Vereine dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung und das Event musste kurzfristig abgesagt werden. Oh je, ganz große Enttäuschung bei den Konkordianern, wo der Sekt für einen neuen Mannschaftsrekord doch schon kalt gestellt war. Was nun? Wohin mit der Bestform? Kopf hängen lassen? NEEEEE!!! Wer uns kennt, der weiß: Jetzt erst recht! 
Die Konkordia Damen Claudia, Petra und Ute beschlossen – nicht um jemanden zu ärgern, sondern just for fun – einen Stäffeleslauf, anstatt des Staffellaufes zu machen. Jede der Damen läuft einfach so viele Runden bis sie nicht mehr kann. Ziel war es über die Trainingsrundenzahl von 10 hinauszukommen. Ein Fanclub hatte sich unterhalb des Schafrois eingefunden und machte es sich auf Gartenstühlen mit Sekt, Bier und Chips bequem. Für die Läuferinnen hatte man vorsichtshalber Wasser bereitgestellt. Steffen Ludwig, der eigentlich auch beim Staffellauf antreten wollte, schloss sich kurzerhand den Damen an. Hoch motiviert und unter dem tosenden Beifall der Fans schafften die Damen innerhalb von 90 Minuten den persönlichen Rekord von 15 Runden pro Läuferin, welcher anschließend ordentlich gefeiert wurde. Na wenn das keine guten Voraussetzungen für den Staffellauf 2010 sind!!! Also immer schön weitertrainiert, damit ihr in Form bleibt.

Ferienprogramm „Megahits für coole Kids´“ der Konkordia Gochsheim“

Am vergangenen Samstag veranstaltete die Konkordia Gochsheim ihren diesjährigen Beitrag zum Ferienprogramm der Stadt Kraichtal und zwar natürlich - mit Gesang!!!. 20 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren aus verschiedenen Kraichtaler Stadtteilen waren gekommen, um unter der musikalischen Leitung von Vizedirigenten Ute Antoni vier verschieden Lieder einzustudieren, und diese dann zum Ende der Veranstaltung stolz ihren Eltern vorführen zu können. Unter dem Motto „Megahits für coole Kids“ wurden das „Zwergenlied“, das „singende Känguru“, das „rote Pferd“ und das englische Lied „If you are happy“ richtig professionell eingeübt, wobei zuvor für die richtige rhythmische Unterstützung eigenhändig mit Hammer, Nägeln, Kronkorken, Bastelpapier und Fäden kleine Perkussionsinstrumente gebaut wurden, die als Rasseln oder kleine Trommeln wunderbar ihren Dienst erfüllten. Mit den richtigen Tänzen zu den Liedern und selbst gebastelten Zwergenhüten und Bärten bekam das ganze dann seinen authentischen Charakter, und die Kinder waren die ganze Zeit mit vollem Elan und Begeisterung bei der Sache. Selbstverständlich durfte natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen, und so fanden die Würstchen und selbstgebackenen Waffeln reißenden Absatz. Alle Kinder und auch die aktiven Helfer der Konkordia, die entweder beim Singen, bei der Einstudierung der Tänze und dem Basteln der Instrumente im Einsatz waren, freuten sich am Ende des Tages über eine gelungene Veranstaltung, und auch die Eltern waren von den Darbietungen ihrer Sprösslinge sehr überzeugt.

Konkordia on Tour - 50-fertig-los!!!

Die Konkordia Gochsheim ist immer für ein außergewöhnliches Event zu haben, sei es Karaoke-Singen, Elfmeter-Schießen oder Stäffele-Laufen. 
Rolf Felske, nicht nur aktiver Sänger der Konkordia, sondern auch Fahrlehrer hatte deshalb für die Sängerinnen und Sänger eine Veranstaltung mit besonders hohem Fun-Faktor organisiert: 50-fertig-los!
Teilnahmebedingungen waren: Alter über 50, fahrbares Zweirad bis 50ccm, maximale Höchstgeschwindigkeit 50km/h, Tourenstrecke 2 x 50km.
Wer den Rolf kennt weiß, dass es nicht damit getan ist, sich einfach zu einem ausgemachten Zeitpunkt an einem ausgemachten Startpunkt zu treffen. Nein – Sicherheit hat Priorität, zumal einige der Teilnehmer das erste Mal auf einem Roller saßen, andere Teilnehmer die 75 Jahre schon weit überschritten und wieder andere noch nie die Stadtgrenzen Gochsheims mit ihrem motorisierten Untersatz verlassen hatten. 
Also traf man sich zuerst zum Fahrzeugcheck und Sicherheitstraining vor der Turnhalle in Gochsheim. Im fachgerecht aufgestellten Parcours wurden Slalom-, Achter-, Kurven- und Gruppenfahren geübt. Anfahren, Vollbremsungen und Informationen über die notwendige Schutzkleidung durften bei der Einweisung nicht fehlen.
Ein Fahrzeug der Polizei wurde auf die „Rollergang“ aufmerksam und inspizierte den Übungsplatz aus der Nähe. Als die Ordnungshüter jedoch sahen, dass es sich nicht um  Jugendliche sondern um „alte Hasen“ handelte, winkten sie freundlich und fuhren weiter. Nachdem nun jeder mit seinem Roller vertraut war, konnte die Fahrt losgehen. 
Ein Fanclub hatte sich versammelt um dem Start der Truppe mit winkenden Fähnchen beizuwohnen. 10 Roller machten sich dann unter der Führung von Rolf Felske von Gochsheim in Richtung Zaisenhausen, Mühlbach, Haberschlacht; quer durch das Heuchelberggebiet auf den Weg. 
Bei einem Wanderparkplatz warteten auch schon Sängerfrauen mit Getränken, um für das leibliche Wohl der doch angestrengten Fahrer und Fahrerinnen zu sorgen. 
Jawohl angestrengt! Da gibt es nichts zu schmunzeln. Fahr mal mit 20 km/h in einer Schlange von 10 Rollern eine kurvenreiche Strecke den Berg hoch. Das kostet Wahnsinns Konzentration um nicht das Hinterrad des Vordermannes zu berühren – und dann noch die genervten Autofahrer, die nicht überholen können und dir ständig von hinten auf der Pelle sitzen. Also wenn das nicht an den Kraftreserven zehrt!  
Bei Nordhausen belohnte der Aussichtpunkt Hörnle mit klarer Sicht und heißem Kaffee.
Petrus befahl den Regenwolken vorübergehend eine Pause einzulegen, sodass die Rückfahrt durch das wunderschöne Zabergäu den motorisierten Konkordianern richtig Freude bereitete. Weitere Regenschauer konnten diese nicht mindern, zumal Ottos Hasenheim zum Abschluss der Tour mit thailändischer Küche lockte. 
Dank sei an dieser Stelle den Sponsoren Fahrschule Udo Erbe Bretten, Academy Fahrschule Trend Bretten, Zweirad Schmidt Sulzfeld und Zweirad Diewald Kraichtal gesagt, die durch Rollerleihgaben einigen Sängerinnen und Sängern die Teilnahme an der Tour erst möglich machten. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung und im nächsten Jahr hoffen wir auf weitere Teilnehmer, wenn es heißt: Konkordia on Tour – 50-fertig-los!

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