Bereits die Abende vor der Veranstaltung standen unter dem Motto "gemeinsam schaffen wir vieles leichter".  Hieß es doch Bühnenteile organisieren und aufbauen, Halle dekorieren und natürlich proben, proben und nochmals proben. Ob Gesang, Choreographie, Moderation oder Dokumentation, nichts sollte dem Zufall überlassen werden. Die Proben schlossen einen Besuch in Rheinhausen-Oberhausen beim den Akkordeon Freunden mit ein und beim Herrichten der Mehrzweckhalle mussten sogar die Fenster abgedunkelt werden, da die Jalousien außer Betrieb waren. Es schien eine Mamutaufgabe, doch die Zusammenarbeit zwischen FLASH, der Konkordia sowie den befreundeten Helfern machte Spaß und ging Hand in Hand. Schnell rückte der Veranstaltungstag heran und nachdem die Halle bereits am Vorabend hergerichtet war, konnte die Firma SPF aus Münzesheim in Ruhe die Ton- und Lichttechnik aufbauen sowie Sound- und Bühnenchecks durchführen. Bereits ab 18.00 Uhr begann sich die Halle zu füllen und eine Stunde später, bei Veranstaltungsbeginn, war kaum mehr ein freies Plätzchen zu finden. Das Motto Flower Power wurde vom Publikum dankbar angenommen, so waren auch hier Haarbänder, Schlaghosen oder bunte, flippige Hippiekleidung zu sehen.

Der Abend begann mit einem künstlerischen Element. FLASH wollte dem Publikum die Gesellschaftsprobleme der Flower Power Zeit und die daraus resultierende Hippie Bewegung "make love not war" - "Liebe statt Krieg" nahe bringen. Probleme, die heute aktueller sind denn je: Raubbau an der Natur, ein grausamer Krieg in Vietnam, Grausamkeit gegen Unschuldige - Karfreitag, bedingungsloses Folgen - egal wo der Weg auch hinführt. Die von Bernhard Stolzenberger in zahllosen Stunden zusammengestellte Dokumentation wurde von FLASH durch Lieder wie "Let the sun shine in", "Jesus Christ Superstar", "Halleluja" und "I will follow him" gesanglich interpretiert. Sicherlich lässt sich streiten, ob solche Themen in einen "bunten" Abend gehören und Initiatorin Ute Antoni hatte es sich nicht leicht gemacht. Aber warum immer ausgetretene Wege gehen und nicht was anderes wagen? Der Chor hatte sich eigens für diesen Auftritt lange Gewänder zugelegt und stand dazu noch im Dunkeln, damit sich die Zuhörer voll und ganz auf die mit Gesang umrahmten Bilder und Szenen konzentrieren konnten. Ein Experiment das vom Publikum mit anhaltendem Beifall honoriert wurde.  

Die Hippie Moderatoren "Butterfly" Katharina Antoni und "Murph" Seven Meerwarth leiteten mit einem Dialog aus Liedüberschriften und Zitaten aus dem folgenden Udo Jürgens Potpourri und der Frage ans Publikum "Sucht ihr auch einen Platz an der Sonne?" zum Auftritt des GV Konkordia Gochsheim über. Dirigent Martin Schirrmeister hatte passend zum Motto "Let the sun shine" das Medley ausgesucht. Dieses führte die Zuhörer vom besinnlichen Einstieg des Programms in den bunten Teil des Abends. The Other Voices Bauerbach mit Ihrer Dirigentin Tanja Hauser brachten Partystimmung im Disco Style in den Saal. Die Gäste klatschten und tanzten. Durstig und hungrig wurde in der darauf folgenden Pause dem Gochsheimer Wein des Weinguts Hockenberg und den selbstgemachten Partyhäppchen gut zugesprochen. Die Helfer aus den befreundeten Vereinen TTIG und Accordeon Freunde Kraichgau hatten alle Hände voll zu tun.

"Mein Name ist Bond, James Bond" vom Hippie zum Geheimagenten, von Butterfly zu Moneypenny, die beiden Moderatoren mussten im Laufe des Abends in einige Rollen schlüpfen um in unterhaltsamer Weise auf den nächsten Programmpunkt überzuleiten. So präsentierte Andrea Luz ihren Chor No Name aus Sulzfeld mit dem 007 Titel "Skyfall" und sang gemeinsam mit dem Publikum die Ballade der regionalen Bauern "100 Kieh". Da fiel es Dirigent Ulrich Brückmann und seinen Sängern Just for Fun aus Oberacker nicht schwer vom "Summer in the City", dem vergangen heißen Sommer in der Stadt Kraichtal musikalisch zu berichten. Moderator Murph baggerte seine Butterfly mit den Worten an "Du flashst mich ja richtig mit deinen Haaren", was den Flower Power Auftritt "Let the sunshine" von FLASH mit Liedern aus dem Musical Hair nach sich zog. Die ganze Gruppe samt Dirigentin Ute Antoni tanzte singend im Hippie Outfit auf die Bühne. Gesang und Choreographie versetzten in Musical Feeling. Beim anschließenden Showdown mit den Akkordeon Freunden Oberhausen unter der Leitung des Gochsheimers Karlheinz Leicht und der gesanglichen Umrahmung von FLASH konnte sich bei Les Humphries Mama Loo niemand mehr auf dem Stuhl halten. Der ganze Saal war in Party Laune und dies blieb auch den ganzen Abend so.

Viele der Gäste bedankten sich persönlich bei den Veranstaltern für den tollen Abend. Das war der schönste Lohn für die lange intensive Vorbereitung.